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Unser Namenspatron

Der Namenspatron unserer Gemeinde und Kirche hat seine Geschichte, seinen großen Auftritt erst nach dem Tode und der Auferstehung Jesu. Er wollte die Auferstehung Jesu nicht glauben, wenn er nicht die Wunden Jesu selbst berühren könnte. "Sonst nicht!" hat er gesagt. Den Erzählungen der anderen Jüngerinnen und Jünger, der Auferstandene sei erschienen, wollt er nicht glauben. Als Jesus sich dann noch einmal dem Kreis der Jünger zeigt, fordert er Thomas auf, ihn zu berühren. Thomas bekennt nun überwältigt: "Mein Herr und Gott". Damit ist er der erste, der den Titel "Gott" im Johannesevangelium auf Jesus bezogen ausspricht. Der negativ gefärbte Beiname "Zweifler" oder "Ungläubiger" ist ihm aber gebleiben.

So wirkt Thomas mit seinen anfänglichen Zweifeln ganz menschlich und braucht es etwas "handfester".

Thomas war Fischer am See Genezareth, bis er Jesus traf und sich ihm als Jünger anschloss. Er wurde sogar von Jesus in den Kreis der apostel berufen. "Apostel" ist ein Titel und bedeutet "Ausgesandter": ausgesandt, um die gute Nachricht zu verkündigen. Die Apostel bekamen aber auch die Vollmacht zu heilen und böse Geister zu vertreiben.

Über Thomas gibt es noch weitere, nicht biblische Geschichten. Es gab und gibt eine eigene Thomasverehrung. Nach Thomas wurde ein Evangelium benannt. Es ist allerdings nicht in das Neue Testament aufgenommen worden, weil es mühselig zu lesen ist.

 

Text: Carsten Wedemeyer

St. Thomas

Der Jünger Thomas, wie er auf unserem Kirchenfenster abgebildet ist.